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Lausli

Schuldner - Inkasso - Anmeldenachweis

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Hallo,

 

was bzw. wie macht ihr das Eintreiben von Forderungen bei Schuldnern?

 

Ich habe z.B. bei meinem Anbieter die Frage: "Vorhandene Leistungsnachweise"

  1. Unterschriebener Vertrag
  2.  Auslieferungsbeleg
  3.  Schriftverkehr
  4.  Logfile / IP-Adresse
  5.  Anmeldenachweis
  6.  Sonstiges

Da stellt sich mir die Frage: Welche Nachweise die Gerichtsfest sind hat man denn als Prestashop Benutzer?

 

Sinnvoll fände ich das Loggen der IP. Auch zum Schutz der vermeintlichen Käufer. 

 

Was macht ihr z.B. bei Schuldnern die per Vorkasse kaufen aber nicht bezahlen? Einfach irgendwann stornieren? Inkasso?

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Mit Inkasso-Unternehmen bin ich noch nie glücklich geworden. Meist hilft schon der kostenpflichtige Mahnbescheid - bundesweit übers Gericht in Hagen. Kannst du online beantragen (Vorsicht! Die rIchtige Seite ist grün und wirkt etwas vorsintflutlich.): https://www.online-mahnantrag.de

Als Beleg dürften Rechnung, ggf. Bestellbestätigung und Versandschein ausreichen.

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Die Seite ist ja wirklich furchtbar.

 

Die Seite kenne ich schon, die hattest du schon mal irgendwo gepostet. eine sehr nützliche Seite! Danke dafür.

 

Allerdings ärgert mich die Tatsache, dass der wohl den Kauf sowieso storniert. Laut Google Maps ist das ein Plattenbau in Leipzig. Die Gegend scheint nicht sehr schön zu sein. Seine Telefonnummer hat er falsch angegeben.

Bei der suche nach seinem Namen habe ich eine Anzeige bei ebay Kleinanzeigen gefunden. Seine Nummer werde ich da wohl bekommen und Ihn mal anrufen.

 

Mich interessiert aber auch, wie andere das hanthaben. 

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Egal wie du gegen einen vermeindlichen Schuldner vorgehst, du bist immer in der Beweispflicht

1) über das Zustandekommen eines wirksamen (Kauf)Vertrags

2) über den Erhalt der Ware beim Empfänger

 

Für letzteres brauchst du in der Regel einen Zustellnachweis. Nicht immer ist das Gekritzel auf dem DHL-Display identifizierbar, aber du bist hier im Vorteil, falls der "Kunde" behauptet er habe kein Paket erhalten wäre DHL in der Beweispflicht!

 

Allein, daß ein Paket zugestellt wurde, ist natürlich dann noch kein Nachweis für das Zustandekommen eines Vertrages, ohne logfile mit Datum, Uhrzeit u. IP (im Zusammenhang mit den vom Shop versandten emails) wirst du keinen Nachweis über einen wirksamen Kaufvertrag führen können.

 

Bei allen Aktivitäten zum Eintreiben der möglichen Schulden, aber immer das Kosten/Nutzenverhältnis im Auge behalten, wenn du Pech hast mußt du Zeit und Geld investieren um einen Titel, der dann prinzipiell 30 Jahre vollstreckbar wäre, zu bekommen, Geld siehst du dann aber trotzdem nicht unbedingt (kein Vermögen, kein Einkommen, Privatinsolvenz, Schuldner nicht auffindbar etc).

 

 

Was macht ihr z.B. bei Schuldnern die per Vorkasse kaufen aber nicht bezahlen? Einfach irgendwann stornieren? Inkasso?

Stornieren u. vergessen ( und freuen, daß du sonst keine Unkosten hattest)

 

Grüsse

Whiley

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Wir verkaufen nur per Vorkasse, wer nicht bezahlt bekommt eben nichts. Ausser bei Stammkunden, die wir schon länger kennen, alles andere kostet nur Nerven.

Gruß

Werner

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Es ist die Mühe nicht wert, dem Geld hinterherzulaufen. Wenn du da Druck aufbaust, zahlen die eventuell, danach hast du die Ware dank Widerrufsrecht umgehend wieder bei dir und kannst dann den ganzen Käse rückabwickeln.

 

Ich halte die Bestellungen mit Vorkasse 14 Tage am Leben, dann geht eine Mail an den Kunden, daß die Zahlung noch offen ist, weitere 7 Tage später gehts in den Storno und gut ist es.

 

Kommt seltenst vor, also nichts, womit man sich rumärgern sollte. Wenn es öfter passiert, wäre es sinnvoll, zu prüfen, ob die Mails mit den Bankdaten überhaupt beim Käufer ankommen, denn da hat schon mancher Betreiber dumm geschaut... ;)

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Ich habe nicht vor einen Anwalt bzw. Inkasso einzuschalten. Mich hatte die Thematik auch im Allgemeinen interessiert. Geärgert hatte mich u.a. nur, weil der Kunde ich eine falsche Handynummer angegeben hat und nicht auf Mails reagiert. Die Artikel die ich nur einmal habe dann bei eBay raus gehen und somit anderen Kunden nicht zur Verfügung stehen.

 

Die Bestellung stornieren (in dem Fall 12 Artikel, 9 Davon nur einmal vorrätig) kostet mich dann wieder aktiv Geld, weil die Artikel als neues Angebot zu eBay Synchronisiert werden. Durch sowas entsteht also ein tatsächlicher Schaden, kein fiktiver.

 

Daher hatte mich die Meinung dazu von anderen interessiert :)

 

Am Ende finde ich es nämlich Problematisch, wie bei eBay es mittlerweile gang und gebe ist, dass die Kunden dazu erzogen werden: Ich darf machen was ich will. Ich habe seit ich im Handel bin nicht einmal eine Woche erlebt wo nicht mindestens 2 Kunden etwas kaufen aber nicht bezahlen (Aktuell ein Volumen von 120€ offen, mit Glück bekomme ich am Ende davon dann 80€). Das wird zu einer Selbstverständlichkeit bei eBay.

 

Ich habe sorge davor, dass sich das nicht nur bei eBay so fortsetzt sondern diese Mentalität auch zu anderen Plattformen überschwappt.

 

Wenn ich persönlich etwas kaufe, dann bezahle ich es auch. Mir fiel im Traum nicht ein gekaufte Ware nicht zu bezahlen oder wenigstens zu stornieren / widerrufen. Das gebührt die Höflichkeit. Außerdem sind das nach wie vor (auch wenn bei eBay z.B. der Kauf abgebrochen wurde) rechtsgültige Kaufverträge. Doch geht das bei dem Ausmaß langsam in Richtung der Lächerlichkeit. Ein Kaufvertrag ist heutzutage fast nichts mehr Wert. Der Grund liegt u.a. daran, dass viele Händler eben sagen: Egal.

 

Versteht das nicht falsch, bei 1-20 € ist das völlig egal. Aber dann Waren für 100 oder 200 oder 1000 € zu kaufen und nicht zu bezahlen finde ich mehr als bedenklich. Wo soll das Enden? Die Ware muss ja zurück gestellt werden. Gerade dann, wenn man nicht eine Lagerhalle besitzt kann das Problematisch werden, weil andere Kunden den Artikel eben nicht mehr kaufen können.

 

Klar ist es blöd für 1€ bei eBay ein Inkasso einzuschalten oder eine Mahnung zu schicken. Aber der Kunde scheint es ja nicht zu lernen. Gerade die, die am Ende dann auch stur nicht auf Nachrichten reagieren.

 

Das ganze entwickelt sich einfach in eine Richtung die nicht richtig ist. 

 

Als mahnendes Beispiel, wo etwas ganz falsch läuft und auch wieder (fast) nur die Verkäufer selbst schuld sind sind diese absurden Abmahnungen die bei jeder Kleinigkeit versandt werden.

 

Das ist jenseits aller Normalität. Der Handel muss endlich aufhören den Kunden als König zu bezeichnen. Der Kunde ist ein willkommener Gast und hat sich entsprechend auch zu benehmen. Das der Kunde König ist haben unsere vorfahren Marketing technisch völlig in den Sand gesetzt.

 

Der König darf machen was er will, ein Gast muss sich an Regeln halten.

 

Kunden die eine Nachricht schreiben, tatsächlich habe ich sowas schon mehrmals bekommen:"Verschicken Sie heute noch!!" oder mir andere Forderungen stellen fehlt es doch an jeglicher Vernunft. Der Handel ist ein rauer Marktplatz, das ist schon klar. Aber man kann prinzipiell etwas dagegen tun.

 

Das ist der Grund, wieso mich diese Thematik so ärgert.

 

Daher auch die Frage, wie andere damit umgehen, was im Streitfall gemacht wird etc.

 

Kleine Anekdote:

Ein Kunde geht zu DM mit feuchten Toilettenpapier. Ohne Kassenbeleg. Das Toilettenpapier wurde benutzt. Der Kunde sagt das es ihm nicht gefällt, er wolle sein Geld zurück.

 

Meiner Meinung nach darf es nicht sein, dass der Kunde dann sein Geld zurück bekommt. 

 

Auch hier: Wo soll das Enden? Kann ich zu Rewe gehen, einen Orangensaft kaufen und halb austrinkend zurück gehen und sagen dass ich mein Geld zurück will, weil er doch ein bissen zu sauer ist?

 

Kunden die ein Zungenpiercing kaufen und nach 10 Tagen sagen, dass es ihnen nicht mehr gefällt.

Okay, gut. Was soll ich als Händler mit einem benutzten Zungenpiercing? Das ist ein Hygieneartikel. Aber der Kunde wird vom Markt eben dazu erzogen das er soetwas kann und darf.

 

Ich finde das sehr traurig.

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